Auge in Auge mit einem Kampfhubschrauber März 12, 2007
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Als Liebhaber von Abenteuern fahren wir gern die kleinen Straßen, auf denen man möglichst keinem Touristen begegnet. So eine fanden wir auch in Israel, kaputte Straße stand auf der Straßenkarte, aber verboten war sie nicht. Also überquerten wir ein Hochplateau im Golan. Unsere drei Erstreisenden äußerten sich gerade erschrocken über die Warnschilder wegen der Minenfelder, als plötzlich maximal 100 m von uns entfernt ein Kampfhubschrauber der israelischen Armee auftauchte. L. rutschte im Sitz so tief es nur ging, da erschien ein zweiter, fast noch näher an uns dran! Es war wie im Film, nur daß das hier doch etliches mehr an Adrenalin erzeugte! Unser Töchterlein fand es Cool, endlich mal was los.
Lernen durch Schmerz März 12, 2007
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R. hatte mich gewarnt, aber das ist zu lange her! Und außerdem meinte ich, doch recht vorsichtig zu sein, Fehlanzeige. Ich wollte sie unbedingt kosten und wissen, ob Sabre wirklich so süß innen , wie außen stachlig ist. Habe es sogar geschafft, ungestochen an eine Frucht zu gelangen, selbst gepflückt natürlich, aber wohl nicht zur rechten Zeit. Dann habe ich fein säuberlich geschält und dann gekostet! Damit begann die Tortour! Überall feinste Stachel, zum wahnsinnig werden! Wange, Lippen, Zunge besetzt von pieksenden Quälgeistern! Bis nachts popelte ich an Zunge und Lippen herum zum Gespött der weniger Neugierigen. Übrigens, ich war nicht die Einzige, L. hatte es auch erwischt!
Am 18.2.07 März 8, 2007
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starteten wir nach Israel, zu sechst. Ein buntes Völkchen: M., die Blonde von unseren Töchtern,ich, eine Russin, eine Polin und eine Deutsche. Die drei Frauen Erstreisende Richtung Israel. Aufgeregt waren sie! Zum ersten mal ins Heilige Land reisen! Nach langen Befragungen zu unserer Reise, warum und wohin und das wievielte mal usw. saßen wir endlich im Flugzeug und ich genoß den Start, den liebe ich nämlich besonders! Es ist schon seltsam; in früheren Zeiten fand ich Kontrollen seitens der Grenzposten und machthabenden Behörden extrem nervig und einengend und aufdringlich. Aber bei den Kontrollen vor dem Flug mit EL AL habe nicht diese unangenehmen Gefühle! Das macht wohl das Wissen, daß es leider absolut nötig ist! Und dann waren wir endlich da im wärmeren Land! Mit dem Zug (Waggons aus Görlitz!!!) fuhren wir erst einmal nach Haifa und bezogen ein Hostel im Zentrum der Stadt. Und abends bummelten wir noch ein wenig durch die deutsche Kolonie und landeten in einem Restaurant mit total lecker Essen und absolut nettem Personal. Was wir nicht wußten, ein Salat ist eine riesige Portion, geeignet für drei bis sechs Personen, je nachdem was für Esser mit am Tisch sitzen. Und wir entdeckten, daß Goldstar, ein israelisches Bier, sehr lecker ist!
Am nächsten Tag erkundeten wir Haifa, mit der Kabelbahn ging es bergauf und zu Fuß in Schleifen wieder runter. Ich mußte mir erst mal einen Saxophonspieler ansehen und -hören, der so ganz mit Hingabe wunderschön spielte, so schööön! Und dann wäre es sicher recht interessant gewesen für Leute, die Deutsch verstehen:”Oh, zu Hause pflege ich mühselig die Palme und hier steht sie einfach so an der Strasse rum! Guck mal, hier wachsen die Alpenveilchen gleich so draußen!… Nachmittags ging es dann an den Strand, mit Zug hin und zu Fuß ein großes Stück zurück als Vorbereitung auf den weiteren Urlaub. Unsere Polin sammelte ganz begeistert Muscheln. Am nächsten Tag gab es Muskelkater (wir hatten schätzungsweise am esten Tag so 20 km abgespult), aber auch den Mietwagen! Und damit ging es Richtung Galiläa.
Deutschland hat mich wieder, März 8, 2007
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aber erst mal nur die Hülle! Nach jeder Reise habe ich das Problem, mich wieder im Alltag einzufinden. Und nach der letzten Reise erst recht! Da kommt man aus dem pulsierenden Jerusalem, sitzt am Frühstückstisch und stellt fest, daß die Straße des ach so idyllischen Dorfes leer ist! Stundenlang kommt da kaum jemand vorbei! Keine sich streitenden Taxifahrer, kein Gehupe, keine Touristengruppen mit gelben, roten oder was auch immer für Hütchen oder himmelblauen Rucksäckchen, keine Großfamilien, die zur Synagoge gehen, keine rufenden Händler - totale Ruhe! Eigentlich mag ich ja keinen Lärm, aber ich brauche doch Menschen um mich, mit denen ich mal ein Schwätzchen halten kann, Kinder, die auf der Straße spielen… Außerdem fehlt Sonne, ganz eindeutig! Vorerst müssen Amselgesang und traumhaft schöne Sonnenaufgänge weiterhelfen! Aber trotzdem, ich habe mal wieder gemerkt, was mir auch noch gefällt - mich in total fremder Umgebung zurechtfinden und durchfitzen, auf einem Balkon am Jaffator sitzen und Menschen beobachten, mit Händlern diskutieren (da klappt sogar mein Englisch!), anderes Essen kosten, Menschen und ihre Geschichten kennenlernen…….