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Tragisches Ende einer schönen Woche Mai 16, 2007

Posted by arabrabenna in Familiäres.
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Das wir sechs Südafrikaner zu Besuch bekommen schrieb ich ja bereits. Es war eine wundervolle Woche und sie wurden gut bis begeistert  in den Schulen und Gemeinden aufgenommen. Am Samstag Abend sollte in Hoyerswerda ihr letzter Auftritt sein. Sie sollten einen Gottesdienst gestalten. Sie sind immer eine Stunde vor Programmbeginn vor Ort, um ihre Technik aufzubauen und den Soundcheck zu machen. Normalerweise fuhr ich immer mit, da ich ja alle Einsätze organisiert hatte. Diesmal fuhr Julius mit, um seinen Bruder zu lotsen, der der Fahrer und Dolmetscher des Teams ist. Ich wollte noch alles aufräumen und erst zum Gottesdienstbeginn dort sein. Markus hatte ursprünglich geplant, hierzubleiben, aber da alle fragten,ob Papa mitkommt, entschloß er sich doch anders. Etwa zwanzig km vor HY versperrten plötzlich ein Großaufgebot an Krankenwagen, Feurwehr, Polizei und zwei Hubschrauber komplett die Straße und ich dachte, daß wir ja nun nicht mehr rechtzeitig ankommen könnten. Da sagte mein Mann:”Das ist iThemba!”. Er hatte den Kleinbus bereits gesehen. Ich wollte es nicht wahrhaben und schaute erst noch auf das Nummernschild, denn die ganze Szene sah furchtbar aus! Mir wurde so schlecht und elend! Markus Neffe saß auch noch mit in unserem Auto. Wir stürmten aus dem Auto, um irgendwie zu helfen. Aber ich konnte einfach nicht zu dem Kleinbus gehen. Ich sah einen unserer Gäste mit einem Kopfverband auf der Stoßstenge eines Rettungswagens sitzen und nahm in in meine Arme, da er völlig unter Schock stand und alle Rettungskräfte mit den schwerer Verletzten zu tun hatten. Ich war nicht in der Lage, nach meinen Söhnen zu sehen. Meine Angst, sie könnten tot sein war zu groß! Markus tat es und konnte mir mitteilen, daß sie leben und bereits versorgt sind. Ich sah nur Julius ganz still auf der Trage liegen, aber er war bereits unte Narkose. Beide Söhne wurden mit den Hubschraubern weggeflogen, jeder in ein anderes Krankenhaus und dann starteten auch alle Rettungswagen und wir blieben zurück, doch bereits mit dem Wissen, daß alle leben.Beim Ansehen des Kleinbusses wurde uns klar, daß es ein Wunder ist, daß Julius überhaupt noch lebt und nicht am gesamten Oberkörper kaputt ist! Auf der Heimfahrt wußte ich Streckenweise gar nicht mehr, wo wir uns gerade befinden und war heilfroh, so einen gefaßten und überlegt handelnden Mann zu haben! Wir telefonierten dann noch bis nach Mitternacht mit allen drei Krankenhäusern, in die die Acht gebracht  worden waren und erfuhren, daß für niemanden Lebensgefahr bestand. Nur unserem Julius hatte das rechte Schienbein so zermatscht, daß die Ärzte uns nicht sagen konnten, ob es zu retten sei. Der Sportler unserer Familie! MeinHerz war ganz wund! Ich empfand es furchtbar, so ohnmächtig zu sein! Wir konnten nichts tun außer zu beten! Dort wurde mir bewußt, wie schlimm Menschen dran sind, die Gott nicht kennen und Niemanden, dem sie ihre Sorgen abgeben können. Ich hatte in den Jahren der Pubertät unserer Kinder gelernt, alles Gott zu überlassen und das war meine Rettung. Ich konnte sogar ein wenig schlafen. Am Sonntag konnten wir endlich los ziehen, um nach allen zu sehen, aber erst waren wir im Gottesdienst und erfuhren wunderbare Anteilnahme und wie viele bereits für uns beteten. Es ging aleen Südafrikanern soweit gut. Donatus war auch bestens versorgt, aber seiner Selle ging es gar nicht gut, da er ja der Fahrer ist! Thekla kam angereist und Rahel stand für Julius bereit, der im künstlichen Koma gehalten wurde. Uns war gesagt worden, das er solange darin bleiben solle, bis die Entscheidung für sein rechtes Schienbein gefallen sei. Doch dann rief Rahel plötzlich an um uns mitzuteilen, daß sie ihn bereits mittags wecken wollen. Und wir waren soweit weg! Erst gegen Abend waren wir endlich dort. Ich hatte so vor dem Moment Angst, wenn wir ihm die Sache mit seinem Bein mitteilen würden! Doch dann erzählte er uns, daß er am Unfallort schon dachte, daß er jetzt im Rollstuhl landen würde. Ich war vo den Socken! Er war so wunderbar tapfer! Aber Markus sagte mir, daß das Schmerzmittel, welches er bekommt, ein Suchtmittel ist und er im Prinzip unter Drogen steht und nicht in der Lage ist, die Lage nüchtern zu betrachten, was ja doch zunächst ganz gut war.

Inzwischen haben wir viele Stunden an seinem Bett verbracht, sind wieder vier der jungen Leute entlassen und bei uns zu Hause, wissen wir, daß Julius Bein gerettet werden kann, hunderte Menschen auf vier Kontinenten für uns beten und Donatus geht es wieder besser.Und wir erfahren von so vielen Menschen Hilfe und Zuspruch!

Kommentare»

1. Rika - Mai 18, 2007

ich denke an euch