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vor 17 Jahren November 28, 2006

Posted by arabrabenna in Erinnerungen.
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Morgen hat unser Jüngster Geburtstag! 17 Jahre wird er und es sind 17 Jahre und 20 Tage her, daß die Mauer fiel! Ich weiß es noch ganz genau. Die Gefühle waren denen in meiner Kindheit ähnlich, wenn ich vor dem Weihnachtszimmer stehe, das Glöckchen klingelt und ich endlich, endlich die ganze Pracht sehen durfte! - Wir saßen vor den Nachrichten, damals sahen wir öfters fern, weil so eine Spannung in der Luft lag, als die Meldung verlesen wurde,daß man ab sofort ohne Visum in die BRD reisen darf. Erst riefen wir alle Verwandten, Freunde und Bekannten an, die telefonisch erreichbar waren und dann überlegten wir ernsthaft, ob wir nicht gleich in der Nacht losfahren, um diese Stimmung in Berlin selbst zu erleben! Wir ließen es aber, denn unsere drei kleinen Kinder schliefen und ich war hochschwanger. Und dann war im ganzen Land so eine Hochstimmung, total euphorisch. Im Krankenhaus lasen wir uns gegenseitig aus der Zeitung vor, weil da endlich mal was Interessantes drin stand. Ansonsten wurde von der Planübererfüllung irgendwelcher Betriebe berichtet und wer bestes Kollektiv geworden ist… Ich müßte mir direkt mal wieder eine Zeitung von damals zu Gemüte führen, aufgehoben haben wir sie jedenfalls. - Und jetzt ist die Freiheit zum Alltag geworden und viele haben vergessen, wie es damals wirklich war. Die Vergangenheit erscheint in verklärtem Gesicht. Aber ich weiß noch sehr genau, wie ich gelitten habe, wenn unsere “Westvervandten” oder Freunde wieder abreisten. Es war so ein elendes Ohnmachtsgefühl, nichts tun zu können gegen dieses Eingesperrtsein. Und diese dummen Sprüche, die überall rumhingen: “Alles für das Wohl des Volkes und den Frieden.” - Wobei - das, was heute rumhängt oft auch sehr dumm ist:”Geld macht doch glücklich” oder “Geiz ist geil”. Nichts desto trotz danke ich Gott für die Freiheit, meine Meinung sagen und meinen Glauben leben zu dürfen, alles ohne Angst, dafür eingesperrt oder benachteiligt zu werden!

Blaubeeren November 26, 2006

Posted by arabrabenna in Dorfgeschichten.
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Das muß ich hier mal dokumentieren! Heute war es so warm und sonnig, daß ich zur Freude unserer lieben Vierbeiner beschloß, spazieren zu gehen. Und was stand da im Wald rum? Blaubeeren, nicht ganz so süße, aber dafür knackige! J., unser jüngster Sproß preschte mit seinem BMX durch die Gegend, entdeckte ein Wildschwein, was jedoch die Flucht ergriff und ich genoß die Natur.                                                                                                                                                                                                                                                                           Wieder zu Hause, las ich so bißchen in Lizas Blog und entdeckte die “Berliner Erklärung Salam 2006″. Ganz euphorisch druckte ich sie mir aus, entdeckte danach aber zu meiner großen Enttäuschung, daß es nur ein Wunsch ist, keine Tatsache! Schede, wäre so schön gewesen!

Sprachprobleme November 25, 2006

Posted by arabrabenna in Allgemeines.
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Ich lerne polnisch, d.h.: ich gebe mir Mühe, polnisch zu lernen. Wir haben es ja nicht sehr weit bis zu unseren Nachbarn, fahren ab und zu mal billiger tanken oder einkaufen, die hoffnungsvolle Jugend läßt sich das Haar stylen… und für Pfadfinderaktivitäten ist das Land auch sehr geeignet! Also beschloß ich vor einem knappen Jahr, mich bei der Volkshochschule für einen Sprachkurs anzumelden. Das klappte auch am Anfang recht gut, dank russischer und weniger tschechischer Vorkenntnisse. Doch ging es schon bald an die Grammatik und durch die bin ich immer recht gut durchgeschlittert. In Englisch hatten wir einen absolut leidenschaftslosen Lehrer, dessen Englisch selbst für ungeübte Ohren klar als sächsisch eingefärbt erkennbar war. Zum Glück habe ich amerikanische Verwandschaft, die es auf sich nahm, uns mehrmals in der DDR zu besuchen, so daß ich mein Englisch anwenden und erweitern konnte. Als Teenager hatte ich auch keine Hemmungen, einfach drauflos zu reden. Jetzt habe ich diese aber leider gewaltig! Vergangenen Sommer verbrachten wir sogar unseren Urlaub in Polen und ich fuhr mit dem Bewußtsein, wenigstens in der Landessprache einkaufen und essen gehen zu können. Da steht man dann da und kramt die Vokabeln zusammen und was machen die Polen, sie reden Englisch! Und das geht bei mir doch halt etwas besser. Das war´s dann!

Sonne November 24, 2006

Posted by arabrabenna in Dorfgeschichten.
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Heute schien die Sonne und es war viel zu warm für November. Und ich war nicht mal spazieren! Dabei ist es hier so schön. Rundum viel Wald, Teiche, Wiesen, Felder. Wer Ruhe mag im Urlaub, ist hier an der richtigen Stelle. Als wir vor 18 Jahren von damals noch Karl-Marx Stadt hierher zogen, haben wir es genossen, leise Musik hören zu können. Oder wir setzten uns abends auf unsere Verandatreppe und lauschten  Amsel und Nachtigall. Dabei beobachteten wir die Fledermäuse. Unsere Kinder blühten auf. Ich erinnere mich noch genau an unseren ersten Spaziergang hier, einen Tag nach dem Umzug. Wir waren total kaputt; mit drei kleinen Kindern, eines davon ein Stillkind, umziehen ist schon stressig. Es war Oktober und neblig. Wir gingen durch eine Kieferschonung. Erst sprang ein Reh kurz vor uns auf und dann flog ein Raubvogel davon, ganz lautlos. Das war so majestätisch!                                                           Und inzwischen gehört  das alles schon zum alltäglichen und ich sehe die Schönheit manchmal gar nicht mehr.

Dorfgeschichten November 23, 2006

Posted by arabrabenna in Erinnerungen.
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Ich lebe also auf dem Dorf. Und ob ihr es glaubt oder nicht, es ist interessant! Am treffendsten hat das mal ein alter Herr ausgedrückt, ein Gärtner aus dem Dorf meiner Kindheit. Ich traf ihn im Zug.Er war auf dem Weg in eine größere Stadt, um seinen Bruder zu besuchen. Wir unterhielten uns und dann sagte er: “Ich bin nicht gerne in der Stadt. Dort passiert nichts. Man sieht die Blätter und Pflanzen nicht wachsen.” Dieses Erlebnis ist nun schon viele Jahre her, doch ich habe es nie vergessen. Mußte oft drüber nachdenken, denn damals lebte ich in einer Stadt. Inzwischen denke wieder darüber nach, da unsere pbertierenden Söhne des öfteren ihr Unverständnis über unser Leben auf dem Dorf äußern: “Wie konntet ihr nur auf´s Dorf ziehen!”Um uns herum gibt es wunderbar viel Natur, Wälder, Teiche, Wiesen mit noch richtig vielen Blumen ind Felder. Zu eienem der Nachbardörfer führt eine Allee, die ich besonders liebe. Jede Jahreszeit hat ihre eigene Schönheit, man muß nur Augen dafür haben! Und hier ist Platz! Ich fühle mich nah dran am eigentlichen Leben, dort wo der Ursprung ist. Hier sehe ich es wirklich wachsen, die Knospen reifen und aufspringen, ich freue mich über jedes frische Blatt im Frühling, über jede Blume, begutachte meine Beete und bin glücklich, wenn die ersten Radieschenblätter durch die Erde brechen!                                                                                                                                                                                                               Die Menschen sind allerdings überall die Gleichen. Wir lebten 5 Jahre in einem Mietshaus in der Stadt und das war eigentlich Dorf in Kleinformat, was so das Miteinander betraf. Und trotzdem hat jedes Dorf seinen eigenen Charakter. Dazu noch eine kleine Geschichte, hier passiert. Beim Ausräuchern eines Wespennestes war eiem Bauern die Scheune angebrannt. Hier gibt es in fast jedem Dorf eine freiwillige Feuerwehr, die mehr oder weniger gut funktioniert. Die Sirenen heulten und nun mußten noch die benachbarten Wehren per Funk über den Ort des Geschehens informiert werden. Der verreiste Chef war aber der Einzige, der das Funkgerät bedienen konnte. Endlich fand man einen Knaben, der aushalf. Nun war aber auch der Schlüssel zur Garage in der Hand des nicht Anwesenden! Man brach also das Schloß auf um festzustellen, daß das Auto nicht ansprang. Als auch diese Hürde genommen war und die Feuerwehr als Letzte am Ort der Katastrophe erschien, funktionierte die Wasserpumpe nicht!  Wäre im Nachbardorf nie passiert!

Hello world! November 15, 2006

Posted by arabrabenna in Erinnerungen.
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